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Linux ist ein freies, modular aufgebautes Betriebssystem, als dessen
Urvater der Finne Linus Torvalds gilt. Linux wird von vielen Gruppen
gemeinsam weiter entwickelt. Zum Kreis der Entwickler gehören
sowohl namhafte Firmen, wie Novell oder Red Hat, wie auch private
Programmierer. Aufgrund seiner Struktur und der als freie Software (=
Open Source) verfügbaren Basis, ist Linux, dass als sehr
stabiles und sicheres Betriebssystem gilt, in vielen Bereichen im
Einsatz. Von Supermarktkassen, über Desktop-Computer, bis zu
kritischen Anwendungen, wie z.B. bei der deutschen Flugsicherung oder
als Server für das Internet. Selbstverständlich ist
Linux auch hervorragend für den Heim- und
Bürogebrauch geeignet.
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Oft gestellte Fragen zu Linux
Ist Linux wirklich kostenlos?
Ja, Linux ist kostenlos. Sie bezahlen in der Regel nur ein
paar Cent oder Euro für den Datenträger. Es gibt allerdings
auch kostenpflichtige Versionen, wie z.B. Red Hat Enterprise Linux oder
Suse Linux Enterprise Server von Novell. Hier haben Sie dann aber ein
gedrucktes Handbuch und vollen Herstellersupport inbegriffen. Auch die
kostenlosen Linux-Varianten sind vollwertige und vollständige
Betriebssysteme und keine Test- oder Probeversionen mit abgespecktem
Leistungsumfang.
Linux soll kompliziert sein. Stimmt das?
Aus 20-jähriger EDV-Erfahrung, kann ich behaupten, das es absolut
keinen Unterschied für einen PC-Neueinsteiger macht, ob er sich
mit Linux oder Windows vertraut machen will. Wer von einem anderen
System kommt, muß einige neue Dinge lernen. Das ist unbestritten.
Die früher gefürchtete Kommandozeile (vergleichbar mit dem
Dos-Prompt bei Windows), wird der Durchschnittsbenutzer bei einem
modernen Linux-System kaum benötigen. Manche Dinge sind sogar
unkomplizierter. Neue Software zu installieren, geschieht meist bequem
über einen sogenannten Paketmanager, der hunderte, bis tausende
Programme bereithält. Eine lange Suche nach der gewünschten
Software im Internet ist dadurch oft gar nicht nötig.
Welches Linux nehme ich?
Es gibt viele verschiedene Linux-Distributionen. Je nach
Zählweise bis zu 300. Für Einsteiger sind die großen
Distributionen ideal, da sie neben einem einsteigerfreundlichen Zugang
auch eine große, aktive Community bieten. Für welche
Variante man sich letztlich entscheidet ist Geschmackssache. Am
beliebtesten sind derzeit Ubuntu, openSUSE, PCLinuxOS, Linux Mint und
Mandriva Linux, Fedora, Debian GNU/Linux und Gentoo. Ich
persönlich halte openSUSE, Ubuntu, Knoppix und Mandriva Linux für die
einsteigerfreundlichsten Distributionen.
Wie kann ich Linux unverbindlich testen?
Viele Distributionen bieten sogenannte Live-CDs an. Diese
können von den Herstellerseiten heruntergeladen und selbst
gebrannt werden oder Sie kaufen eine PC-Zeitschrift, wo die
entsprechende Software beiliegt. Das Linux-Betriebssystem wird
dann über das DVD-Laufwerk ihres Rechners gestartet. Sie
müssen keine Veränderungen an ihrem Rechner vornehmen. So
können Sie in Ruhe ausprobieren, mit welchem Linux Sie am Besten
zurechtkommen. Ein DVD-Laufwerk ist langsamer als eine Festplatte.
Wundern Sie sich also nicht, wenn Ihr Rechner etwas langsam reagiert.
Wenn Sie sich für eine Linux-Variante entschieden haben,
können Sie diese auf die Festplatte installieren. Dann haben Sie
die übliche Arbeitsgeschwindigkeit wieder. Es ist auch
möglich Linux zusätzlich zu einer vorhandenen
Windows-Installation einzurichten.
Wozu ist Linux sonst noch gut?
Mit Linux kann man nicht nur auf modernen Hochleistungsrechnern
hervorragend arbeiten sondern auch altersschwachen PCs oder
leistungsarmen Netbooks neues, flottes Leben einhauchen. Auch die
modernen Versionen von Linux sind sehr genügsam und mit
ressourcenschonenden Desktops wie IceWM, XFCE oder LXDE, ist auch auf
langsamen Alt-Rechnern ein zügiges Arbeiten möglich. Diese
Webseite wurde übrigens auf so einem Altrechner (1.6 GHZ
Prozessor, 512 MB RAM) erstellt. Selbstverständlich unter Linux.
Mit Emulatoren lassen sich sogar alte DOS-, C64- oder Amiga-Spiele
wieder reaktivieren. Sie sehen, Linux ist vielseitig. Es gibt
eigentlich kaum Anwendungen für die es keine Lösung auf
Linux-Basis gibt. Selbst eine spezielle Linux-Version für die
Bedürfnisse von Amateurfunkern ist verfügbar. Es gibt
Programme für Büro, Schule, Ausbildung, Finanzen,
Videobearbeitung, Multimedia..... und, und, und. Und wann kommen Sie in
die Linux-Welt? Herzlich Willkommen.
Mein Tipp: openSUSE
Eine der
zahlreichen
Linux-Distributionen ist openSUSE, welche momentan in der Version 11.3
aktuell ist. Aus meiner Sicht, ist openSUSE eine der
stabilsten, ausgereiftesten
und für Anfänger und Profis gleichermaßen
geeigneten
Distributionen.
Wenn Sie mehr über openSUSE erfahren
möchten
oder die kostenlose Live-CD zum Testen herunterladen möchten,
dann
besuchen Sie die deutschen openSUSE-Seiten.
Auch eine Installations-DVD mit dem kompletten Funktionsumfang und
hunderten von Anwendungsprogrammen ist verfügbar und kann als
ISO-Image dort kostenlos heruntergeladen werden. Für den Fall,
dass Sie den Download nicht durchführen können oder
keinen
DVD-Brenner haben, finden Sie im gut sortierten
Zeitschriftenhandel Linux-Zeitschriften mit der jeweils aktuellen
Version von openSUSE auf DVD.
Open Source - ein Vorteil für Unternehmen
Mittlerweile
sind neben den Betriebssystemen auf Open Source Basis auch zahlreiche
Programme erhältlich, die sich im Geschäftsbetrieb bewährt haben. Open
Office als Bürosoftware ist hier ein bekanntes Beispiel. Das beliebte
Office-Paket wird bereits von ca. 20% der deutschen Unternehmen
eingesetzt.
Open Source bietet den Vorteil, dass keine
Lizenzkosten anfallen. Lediglich Support und Schulungen und stellen
einen Kostenfaktor dar. Aber das ist bei anderen Programmen ja
ebenfalls so. Als weiterer Vorteil, ist die freie Verfügbarkeit des
Quelltextes der Software zu nennen, die spezielle unternehmensbezogene
Anpassungen oder den Einbau von Zusatz-Modulen problemlos möglich
macht. Auch diverse Warenwirtschaftssysteme, Banking-Software,
Buchhaltungs- und Finanzverwaltungsprogramme (z.B. GnuCash) sind als
Open Source verfügbar. Mit dem Programm Taxbird ist sogar ein freier
Elster-Client zur Umsatzsteuervoranmeldung unter Linux verfügbar.
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Open Source für Schulen
Mit den aktuellen Einsparungen im Bildungsbereich wird Open Source
Software in zweifacher Hinsicht auch für Schulen interessant.
Zusätzlich zu den gesparten Lizenzkosten bei der Ausstattung der
Rechner in den Unterrichtsräumen, haben auch die Schüler
einen klaren Vorteil von lizenzfreier Software. Kopien der Software
dürfen völlig legal mit nach Hause genommen werden und dort
auf dem privaten Rechner installiert werden. Die Distribution
Skolelinux, welche ursprünglich aus Norwegen stammt, ist hier
Vorreiter im Schulbereich. Einen Eindruck davon erhalten Sie auf dem
Bildungsserver des Landes Rheinland-Pfalz, wo bereits 30 Schulen mit
der speziellen Linux-Distribution Skolelinux arbeiten.
Weblinks zu Linux:
- skolelinux (deutsch)
- Linux Foundation (englisch)
- OpenSUSE Linux (deutsch)
- Ubuntu Linux (englisch)
- Knoppix - Live Linux (deutsch)
- Mandriva Linux (englisch)
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