Ressourcen zur Ahnenforschung

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Das Dornburg-Archiv



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Das sogenannte Dornburg-Archiv, der ehemaligen Wehrmachtsauskunftstelle für Kriegsverluste und Kriegsgefangene (WASt), welches 2 Millionen Karteikarten von zwischen 1939 und 1948 gefallenen deutschen Soldaten enthält, steht nun komplett der Öffentlichkeit zur Verfügung. Und nicht nur das, über die Webseite Ancestry.com kann das Archiv nach Namen und Orten durchsucht werden. Die Karteikarten bestehen in der Regel nicht nur aus einer Vorderseite, die Informationen zur Person enthält sondern vielfach sind auf den Rückseiten der Karten weitere Informationen zu finden, z.B. die Namen der Eltern, der Ehefrau, Anzahl und Namen der Kinder oder deren Wohnorte. Die Daten selbst stammen aus dem Bundesarchiv und wurden von Ancestry indiziert. Zur Suchseite bei ancestry.com. Die Suche selbst ist kostenlos, die Einsichtnahme in die gefundenen Karteikarten, erfordert jedoch einen Account.


Proklamationen Königsberg-Altstadt 1755-1771


Basia ist eine Datenbank zur Indexierung von Kirchenbüchern im historisch so benannten Großpolen. Viele der dortigen Kirchenbücher sind durchgesehen und die darin vorkommenden Namen von freiwilligen Helfern eingetragen worden. Um so verwunderter war ich, als ich dort die Proklamation zur Hochzeit eines Vorfahren fand, der nachweislich ganz woanders geheiratet hatte. Des Rätsels Lösung: Das unter Wschowa / Fraustadt eingeordnete Proklamationsbuch 1755-1771 ist nicht aus der dortigen Kirchengemeinde sondern jenes der Königsberger Altstadt, also aus Ostpreußen. Zur Namensuche bei Basia und hier direkt zum Proklamationsbuch


Totenbuch Pillau 1945


Über den Seehafen Pillau wurden Anfang 1945 ca. 450.000 Ostpreußen in den Westen evakuiert. Pillau war nach der Einkesselung Ostpreußens durch die Rote Armee für viele die letzte Fluchtmöglichkeit, für manche auch der Sterbeort. Eine Totenliste mit über 1000 Personen aus ganz Ostpreußen, die im Standesamt Pillau während dieser dramatischen Zeit vom 1.1.-31.3.1945 registriert wurden, findet sich auf der Webseite von Bernhard Wagner.


Kirchenbücher aus dem nördlichen Ostpreußen


Als Verwahrstelle für Kirchenbücher ist das Geheime Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz eher nicht bekannt, und trotzdem finden sich dort Bücher, die man anderswo vergeblich sucht. So kann man dort zugangsfrei folgende Kirchenbücher aus den Jahren 1800 bis 1874 als Digitalisate einsehen: Aus der Stadt und dem Landkreis Königsberg in Preußen sowie aus den Kirchspielen des Landkreises Fischhausen. Zur Übersicht der dort vorhandenen Kirchenbücher.


Adressbücher aus Elbing


Digitalisiert und im Volltext online verfügbar sind in diesem Archiv eine Reihe historischer Schriften aus West- und Ostpreußen zu finden. Neben allgemeiner und zeitgenössischer Literatur, finden sich auch zahlreiche Dokumente, die zur Ahnenforschung hilfreich sind, wie die Güteradressbücher für West- und Ostpreußen, daß Landwirtschaftliche Adreßbuch sowie die Wohnungs- und Einwohneradressbücher aus Elbing aus dem 19. und 20. Jahrhundert. Die Seiten der Elbinger Bibliothek sind in deutscher Sprache verfügbar, ebenso die Buchbeschreibungen deutschsprachiger Bücher, was die Suche enorm erleichtert. Zur digitalen Bibliothek Elbing


Ermländische Kirchenbücher u. ostpreußische Adressbücher


Die Martin-Opitz-Bibliothek ist die Hauptverwahrstätte für Literatur aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten und weiteren Orten der deutschen Ostsiedlung. Neben Aufzeichnungen von Schlesien bis hinauf in die heute estnische Hansestadt Narwa, finden sich dort auch die sog. Hipplerschen Kirchenbücher aus dem Ermland, die Abschriften originaler Kirchenbücher, sprich Heiraten, Taufen und Sterbefälle für verschiedene Gemeinden über den Zeitraum vom 16. bis zum 19. Jahrhundert beinhalten. Weiterhin finden sich dort Adreßbücher verschiedener Städte aus dem 19. und 20. Jahrhundert, so u.a. aus Königsberg, Elbing, Allenstein, Insterburg, Braunsberg und Lyck.

Zur Übersicht der dort online verfügbaren ermländischen Kirchenbücher
Zur Übersicht der dort online verfügbaren Adreßbücher
 

Das Allensteiner Staatsarchiv


Das staatliche polnische Archiv in Allenstein (Archiwum Państwowe w Olsztynie) bevorratet die Akten aus Stadtverwaltungen, Standesämtern, Grundbücher und Kirchenbücher, die nach 1945 im polnischen Machtbereich für die ostpreussische Region (mit Ausnahme von Lyck und Suwalken) archiviert wurden. Darunter sind übrigens auch Bücher aus Königsberg und dem nördlichen Ostpreußen, welches heute unter russischer Verwaltung steht. Viele davon sind online als digitaler Scan verfügbar. Eine Suche nach den Archivmaterialien ist auch nach deren originaler Sprachabfassung (sprich in deutsch) verfügbar. Wählen Sie hier die Option "Nazwa Oryginalna", um sich die Bestände in deutscher Bezeichnung anzeigen zu lassen.

Direkt zur Suchmaske des Allensteiner Archivs


Verein für Familienforschung in Ost- und Westpreußen


Der VFFOW ist ein unabhängiger Verein für die Familien- und Geschichtsforschung in Ost- und Westpreußen. Er betreibt mit der Indexierung der Unterlagen aus dem Allensteiner Archiv ein interessantes Projekt, welches nicht nur den Zugang zu den Unterlagen des Archivs erleichtert sondern auch eine Namensdatenbank aus Daten des Allensteiner Archivs beinhaltet, so daß man komfortabel nach Personen suchen kann, ohne den gesamten Archivbestand einzeln durchsehen zu müssen.

Zur Webseite des VFFOW


Bildnachweise:
(1) Bundesarchiv

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