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Genealogie - Podzkiewitz


In Bezug auf meine eigene Familien- und Ahnenforschung, widme ich mich vorrangig den Nachnamen Wuschke und Podzkiewitz. Letzterer wurde je nach Lust und Laune des Pfarrers oder Standesbeamten auch gerne mal Poskewitz, Podkewitz, Potschewitz oder in noch abweichenderen Variationen geschrieben. Die Nachforschung erwies sich als schwierig, da meine Altvorderen häufig den Wohnort gewechselt haben und zudem viele Kirchenbücher und Standesamtsunterlagen aus den Gebieten ostwärts von Oder und Neiße meist in Folge der Ereignisse des 2. Weltkrieges verloren gingen. Aus den auf der nachfolgenden Karte angezeigten Orten in Ostpreußen gibt des Spuren meiner Familie.


Podzkiewitz in Ostpreußen mit Ereignisjahr


Podzkiewitz im Kreis Lyck (Ostpreußen)



Übrig blieb nur ein beschädigtes Stück Papier: Die Urkunde der Eheschließung von Heinrich Albert Podzkiewitz und Olga Wuschke in Pissanitzen.

Bis zur Vertreibung 1945 waren die meisten direkten Anverwandten im Kreis Lyck ansässig. Im Adressbuch des Kreises aus dem Jahr 1938 finden sich dort folgende Podzkiewitz:

- Potskewitz Fritz in Kallinowen (Dreimühlen)
- Podzkiewitz Eduard in Kolleschnicken (Jürgenau)
- Potkiewitz Wilhelm in Makoscheyen (Ehrenwalde)
- ein weiterer Podzkiwitz in Burnien bzw. Kreuzborn
- die ledige Hausangestellte Herta Podzkiewitz in Lyck
- Walter Potzkiewitz in Lyck
- sowie mein Großvater Heinrich  Albert Podzkiewitz, ebenfalls Lyck

Weitere  Podzkiewitz lebten zu dieser Zeit in Brödienen  (Kreis Sensburg),  in Berlin, Prenzlau und in Alsfeld (Hessen). Nach derzeitiger Erkenntnis lassen sich all diese Personen auf Gustav Podzkiewitz und seine Ehefrau Anna Franziska geb. Artmann zurückführen. Gustav selbst kam wohl etwa um das Jahr 1890 im Kreis Lyck an. Zunächst lebte er in Szameyten nördlich von Lyck. Das war passend, fand sich dort nämlich quasi um die Ecke, die bedeutenste Ziegelei der Region. Und wie Gustav selbst, so waren sowohl seine Vorfahren, wie auch die meisten seiner Kinder von Beruf Ziegler.


In Ostpreußen: Meine Großeltern Heinrich Albert (in Uniform der Deutschen Reichsbahn) und Olga Podzkiewitz (geb. Wuschke). Die anderen Personen sind namentlich nicht erfasst.


Und weiter zurück...


Aus dem Kreis Lyck geht es zeitlich zurück nach Kamionken im Kreis Lötzen, ins Jahr 1863. Hier wurde Gustav Podzkiewitz 1864 geboren. Seine Eltern waren Friedrich Podzkiewitz und Anne Marie Cybull, Tochter des Jakob Cybull aus Rastenburg. Diese haben 1863 in Kamionken geheiratet. Doch blieben Sie dort nicht lange. Mit der 1870 in Rastenburg geborenen Charlotte Podzkiewitz ist zumindest eine Schwester Gustavs bekannt. Als damaliger Wohnort wird Rößel genannt.



Eine Herausforderung beim Lesen: Der Heiratseintrag von Friedrich Podzkiewitz und Anne Marie Cybull 1863 aus dem Kirchenbuch von Kamionken


Und wieder wechselt man die Orte...


Von Gustavs Vater Friedrich Podzkiewitz wissen wir wenig, lediglich daß er um 1829 geboren wurde. Nach der Geburt seiner Tochter Charlotte 1870 in Rastenburg verliert sich seine Spur. Und lediglich zwei bisher bekannte Dokumente erwähnen Friedrichs Vater Michael, der vermutlich etwa um 1800 herum geboren wurde. Einmal ein Geburtseintrag aus Schimonken (Kreis Sensburg) von Friedrichs Bruder Gottlieb und das der Hochzeit von Friedrich 1863 in Kamionken (siehe oben), wo vermerkt wurde, daß dieser in Gneist verstorben sei.


Kirchenbuch Schimonken 1838: Die Geburt von Michaels Sohn Gottlieb, dem jüngeren Bruder von Friedrich Podzkiewitz.

Durch die obige Geburtsurkunde, kennen wir wenigstens den Namen von Michaels Frau Anorte Froesin, die aber ebenso nicht in Schimonken geboren wurde. Denn auch Schimonken ist bei unseren umzugsfreudigen Podzkiewitz nur eine kurze Zwischenstation gewesen. 1834 ist hier noch Regine geboren, die Tochter seines Bruders Carl. So haben wir zwischen 1838 und 1859 keine Information, wo sich unsere Podzkiewitz aufgehalten haben. Erst als Regine 1859, 1861 und 1863 in Pilwe Kinder bekommt und Friedrich im nahgelegenen Kamionken 1863 heiratet, finden sich wieder Spuren der Vorfahren.

Podzkiewitz auch im Norden Ostpreußens


Während es bisher keine älteren Spuren des Namens in den vorgenannten Orten des südlichen Ostpreußens gibt, was u.a. daran liegt, daß es just aus jener Zeit aus den vermeintlichen Wohnorten keine Bücher mehr gibt, so findet sich der Name im 18. Jahrhundert jedoch in Königsberg in Preußen und im Bereich Tilsit/Memelland. Hier ist ein Eintrag aus Königsberg besonders spannend, zeigt er doch den Namen in seiner bis heute benutzten Schreibweise, schon im Jahre 1766. Doch kaum 20 Jahre später wird es wieder still um die Königsberger Podzkiewitz.


Aus dem Kirchenbuch von Königsberg: Die Hochzeit von Johann Gottfried Podzkiewitz und der Anne Dorothea, des Christoph Neumanns Witwe.

Und wer sich fragt, was der Name eigentlich bedeutet: Podzkiewitz bezeichnet auf altpreußisch schlicht einen Töpferssohn, und mit Ton arbeiteten die meisten Vorfahren damals auch. Sie waren fast alle gelernte Ziegler.

Wer glaubt, mit einer der hier genannten Personen verwandt zu sein, der möge sich bitte bei mir melden. Auf Wunsch sende ich auch gerne den Stammbaum als GEDCOM-Datei oder als Stammkartei für das Programm Ahnenblatt zu. E-Mail an manfred@podzkiewitz.net genügt.


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© Autor: Manfred Podzkiewitz, alle Rechte vorbehalten