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Ostpreußen - Naturparadies Borker Forst


Eine der schönsten Naturlandschaften Ostpreußens ist der Borker Forst, auch als Borker Heide bekannt (poln. Puszcza Borecka). Der Borker Forst liegt in einem Dreieck zwischen Treuburg (Olecko), Lyck (Elk) und Lötzen (Gizycko). Er ist ein herrliches Natur- und Erholungsgebiet, mit dichten Wäldern im Zentrum und idyllischen Seen, wie dem Pillwung-, dem Haschnersee oder dem Großen Schwalgsee.


Der Litigainosee im Borker Forst

Ein Geheimtipp für Ruhesuchende und Naturfreunde. Viele sonst stark bedrohte und selten gewordene Tierarten sind in diesem ursprünglichen Naturreservat zu finden, von kleinen Vogelarten, über Auer- und Birkhühner , bis zum mächtigen Wisent. Eine Aufzuchtstation für den einst in der Region völlig verschwundenen  Wisent (Bison bonasus)befindet sich bei Waldsee (Wolisko). Doch können einem die mächtigen Tiere durchaus auch in freier Wildbahn begegnen, da einigen Wisenten vor Jahren die Flucht aus dem Gehege gelang. Der Wildbestand wird derzeit auf etwa 80-100 Tiere geschätzt.  Im Borker Forst entspringt auch der Lyck-Fluß, der auf seinem Weg nach Süden zunächst unscheinbar seinen Weg zum Großen Laschmidensee nimmt.


Der Haschnersee im Borker Forst

Große Teile des Gebietes stehen daher unter Naturschutz. Um das dichte Waldgebiet im Zentrum, finden sich im Süd-Osten offene Heidelandschaften, die an die bekanntere Lüneburger Heide erinnern, im Süden dominieren Wiesen und Äcker. Als Zentrum gilt die beschauliche und winzige Siedlung Rothebude (Czerwony Dwor), die am Nordrand des Großen Schwalgsees (Jez. Szwalk Wlk.) mitten im Wald liegt.


Heideflächen im Osten

Die Straße zum Dorf Masuren

Und Masuren, daß gibt es hier gleich zweimal. Einmal als Landschaft und als gleichnamiges Dorf. Es ist ein Glück, das ein Kleinod wie der Borker Forst verkehrstechnisch schlecht erschlossen ist und nur durch Straßen erreicht werden kann, die eher Schotterpisten und Feldwegen gleichen. Möge der Massentourismus somit noch lange fernbleiben und die Natur in ihrer noch recht ursprünglichen Form erhalten.


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© Autor: Manfred Podzkiewitz, alle Rechte vorbehalten